wir geben keine Kommentare ab, schreiben keine Briefe, keine Stellungnahmen, quoniam domus exasperans est, und wenn wir mit diesen Gestalten umgehen müssen, so sind wir ganz lieb und harmlos, aber das hilft nichts, das besser sie keineswegs, denn nun schmoren sie in ihrem eigenen Saft und gehen gewiss von selber zugrunde, von selber und viel schneller, als wenn wir uns eingemischt und Gegenkräfte mobilisiert hätten, das Ende kommt,
Sonntag, 30. Oktober 2011
wir erwägen die Möglichkeit, dass die Zerrüttung so gross sein könnte, dass sich nichts Bedeutendes mehr entwickeln kann, unter den gegebenen erbärmlichen Verhältnissen kann sich auch der Begabteste allerhöchstens zu einer lächerlichen Mittelmässigkeit emporarbeiten, zu einer amateurhaften Existenz, die vielleicht der unseren ähneln mag, aus uns hätte mehr werden können, ja, ja, denken wir, wir sind ein solcher Begabtester,
es kommt das Ende über alle vier Enden des Landes, aus den Beiträgen zur Bequemlichkeitsforschung, wenn wir aus dem Menschen und aus dem Leben überhaupt klug werden wollen, müssen wir das Phänomen der Bequemlichkeit untersuchen, verstehen wir doch die Welt des Lebendigen als eine Welt der Bequemlichkeit,
Samstag, 29. Oktober 2011
Donnerstag, 27. Oktober 2011
die Welt besteht nur auf ihrer Oberfläche aus Bewegung und energischer Aktion, zur Hauptsache besteht sie aus Bequemlichkeit, auf ein Lebewesen, das aktiv ist, kommen tausend, die daliegen, halbtot, et scient quia propheta fuerit in medio eorum, man merkt es nur nicht, es sieht nur nicht so aus, weil die Bequemlichkeit klug ist und sich versteckt und tarnt, das Leben wäre kein Leben, könnte kein volles Leben sein, wenn es nicht auch bequem wäre, warum gibt es bequeme Lebewesen,
heiliges Herz, warum ist auch unsere hochelegante Wunderkatze bequem, wir sind bequem, weil wir Organismen sind, die mit ihren Kräften haushälterisch umgehen müssen, weil wir uns erholen müssen, weil wir Kräfte sammeln müssen für den nächsten Sprung, für die Anstrengungen der Nahrungssuche und für die kurzen, aber ungeheuren Einsätze gegen Feinde und um Geschlechtspartner, tu ergo fili hominis, aber was, wenn nur noch die Bequemlichkeit herrscht und keine Anstrenung mehr nötig ist, ne timeas eos,
neque sermones eorum metuas, es gibt Systeme, die sich nicht mehr weiter entwickeln lassen, weil sie einen Punkt erreicht haben, der keine weiteren Fortschritte mehr zulässt, sie stehen in einem bestimmten Zustand ganz einfach still, und ihr Untergang ist sodann nur noch eine Frage der Zeitdauer ihres physischen Zerfalls, dies ist das Schicksal aller Lebewesen, es ist aber auch das Schicksal der künstlichen, vom Menschen geschaffenen Systeme, es gibt für alle diese Produkte, seien es nun Werkzeuge, Techniken, Unternehmungen, Künste, Moralen, Philosophien, Staatsformen, einen Punkt, von welchem aus die Wege nicht mehr weiterführen, nun kommt das Ende über dich,
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