Freitag, 27. April 2012
Mittwoch, 25. April 2012
die
Natur hält uns fest im Griff, und wir sind mit allen unseren angeblich so
einzigartigen menschlichen Eigenschaften und Tugenden und Laster ihr Werkzeug,
man untersuche beispielsweise den Neid, an
mich, kranck, der Neid ist der Stein, in den wir unsere Lebensgesetze
meisseln, die meisten Verbote finden im Neid eine mächtige Stütze, die negative
Bewertung des Sexuellen beispielsweise dürfte zu einem guten Teil auf den Neid
derjenigen zurückgeführt werden können, denen diese Freuden unzugänglich sind,
weil sie zu alt, zu hässlich, zu dick, zu dumm, zu schüchtern, zu gewissenhaft,
zu ängstlich sind,
damit die Welt soweit kam,
wie sie jetzt gekommen ist, durfte das Schöne offensichtlich keinen grossen
Anteil an den gesamten Lebensprozessen haben, es darf dasein, als Ansporn, als
Verheissung, als Antrieb, aber nie in grosser Fülle, nie im Uebermass, nein,
sondern nur tropfenweise, in kleinen Portionen, und meistens auch nicht in
realer Form, sondern verhext zwischen Buchdeckeln oder als Vorstellungen in den
Hirnen,
an den
Grotten der See, die Einschränkungen, die
für das Schöne gelten, für die Lust, die Kunst, gelten auch für das Denken, die
Abneigung gegen den Denkenden sitzt tief in uns, im Mutterleib, den meisten Menschen bereitet das Denken Mühe, und
sie verachten und verspotten die Denkenden, und vielleicht haben sie ja recht, an Bächen, wenn wir auf etwas einwirken
möchten, so wäre es auf den Abbau der Schamgrenzen bezüglich der Arbeitsmoral,
Dienstag, 24. April 2012
wir stellen fest, sagen
wir, dass die Bequemlichkeit und die Faulheit Einstellungen geworden sind,
deren man sich nicht mehr schämt, man stellt sie offen zur Schau und gleicht
damit den Frauen und Männern in der Sauna, die sich extra so hinsetzen, dass
man ihre Geschlechtsteile sieht, kranck
fur liebe, man soll sie natürlich nicht sehen, um angelockt oder erregt zu
werden, das würde nur zu Problemen führen, sondern man soll sie sehen als
Zeichen der grossen Gleichgültigkeit,
Donnerstag, 19. April 2012
es spielt keine Rolle, wie ich sitze, was ich zeige, was ich sage oder tue, so denkt man in der Sauna und auch in den Büros, benachbart dem Skamandros, es gibt in diesen trostlosen Bürowelten Leute, die offen dazu stehen, dass sie nichts tun und die Schwierigkeiten machen, wenn man ihnen Arbeit gibt, wenn sie dann allerdings Arbeit erhalten, wenn sie gar zur Arbeit angehalten werden, schämen sie sich, insofern bleibt uns das Schamgefühl erhalten, an Schläfen Sausen einst,
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